POETIC SPACE

Ein möglicher gemeinsamer Raum der Choreographin Eva-Maria Kraft und des Komponisten Rupert Huber, der in der gemeinsamen Performance zu einem realen wird.  Annähern und Entfernen, Verschränken und Zerfallen sind die Aktionen und Prozesse, die durch das gleichzeitige Entstehen von Ton und Bewegung beschrieben werden; der poetische Raum wird zu realer räumlicher Poesie.

Neben Tanz und Klavier beziehen die Künstler*Innen die Dimension des räumlichen und akustischen Ausdrucks in Ihre Performance mit ein. Es geht darin um den direkten und im Moment entstehenden Dialog zwischen Tanz und Musik und die gleichzeitige Kommunikation mit dem Raum, der Umwelt, dem Ort, als gestaltendes Element in der Live-Performance.

Ein flüchtiger und verwobener Zyklus unter ständigem Ausloten von Kontrolle | Zufall | Stabilität |  Labilität |  Ordnung | Chaos entsteht.

Eva-Maria Kraft / Choreographie, Tanz

Die Zeitgenössische Tänzerin, Choreographin und Tanzpädagogin Eva-Maria Kraft forscht und lehrt zu Themen wie Wahrnehmung, Präsenz, Transparenz, Immersion und Kommunikation und deren Umsetzung in Bewegung. Sie studierte an der Konservatorium Wien Privatuniversität und arbeitet seit 2005 als freischaffende Tänzerin. Sie leitet das Studio RAUM für TANZ und eine Praxis für Ernährung und Cranio Sacrale Körperarbeit in Wien. Eva-Maria Kraft lehrt international im Laien-, Ausbildungs- und Profibereich die Fächer Zeitgenössisches Ballett, Zeitgenössischen Tanz, Improvisation, Chladek®-Technik und Ernährung für TänzerInnen.

Aktuelle künstlerische Arbeiten beschäftigen sich mit Echtzeit-Komposition von Bewegung, detaillierter Bewegungsrecherche und -analyse und sie choreographiert für und performt mit humanoiden Robotern als Teil der transdisziplinären Forschungsgruppe H.A.U.S. / TU Wien.

Rupert Huber / Komposition, Musik

Der Komponist Rupert Huber ist für seine Klaviermusik und Musik-Installationen, sein elektronisches Musik Projekt TOSCA und seine Kollaborationen mit Ars Electronica international anerkannt. Für Huber ist Musik Kommunikation und ein aktiver Friedenszustand.

Seine Kompositionstheorie „dimensional music“ berücksichtigt variable physische und zeitliche Räume sowie unvorhersehbare Möglichkeiten, um soziale und partizipative Musikarchitektur zu erschaffen.

Rupert Huber schuf Kompositionen (vorwiegend für Klavier) und Klanginstallationen u.a. für die Wiener Festwochen, das Centre Pompidou und das Ars Electronica Festival. Internationale Anerkennung erlangte er auch durch Tosca, sein gemeinsames Musikprojekt mit Richard Dorfmeister. Mehr als vierzehn Alben hat die Formation in den letzten 20 Jahren veröffentlicht und weltweit aufgeführt, u.a. beim Coachella Music Festival.