UFERLOS. 

Eine Szenische Untersuchung, in der wir verschiedene Dynamiken des menschlichen Verhaltens im Angesicht einer Grenze erforschen. Sei es von „außen“ oder aus der Sicht jener, die glauben über die Autorität zu verfügen den „Übertritt“ zu genehmigen.

Die Diskriminierung und Rassismus sind reale Probleme, die sich im Alltag vieler Gesellschaften widerspiegeln, auch ganz stark in jenen, die als die sogenannte „Industrialisierte Welt“ auftreten.

Auf der territorialen Grenze konzentrieren sich in voller Dichte die Konflikte jener Menschen, die sie ausgrenzen oder sich selbst ausgrenzen. Ähnlich wie es sich auch an den Grenzen unserer Körper vollzieht. An den Grenzen werden auch jene inneren Konflikte abgeladen, die sich im eigenen Körper zeigen. Die Grenze ist die Konzentration dieser innerlichen Unruhen. Deshalb verschließt die Grenze nicht nur ein Territorium, sondern auch die Körper, die in ihm existieren. Dabei kann eine Grenze nie etwas Festes sein. Die Grenze ist eigentlich der Bereich, an dem der Austausch beginnt. Und der Organismus kann nur durch die „Kontamination“, die „Infektion“ durch den anderen überleben. Immer wieder hat die Geschichte uns gezeigt, dass dort, wo eine Gesellschaft nach „Reinheit“ und „Abgrenzung“ strebte, sehr schnell der Untergang folgte und dass eigentlich die „Verunreinigung“, da wo Menschen sich vom anderen „infizieren“ lassen, die Intelligenz auf allen Ebenen überproportional steigt.

CCB-Auftragsperformance
Tanz: Yukie Koji
Schauspiel: Sara Zambrano
Musik: Manfred Plessl
Künstlerisches Coaching: Anna Hein & Hanspeter Horner

Sara Zambrano Moreno
geboren 1983 in Quito, Ecuador.
Schauspielausbildung an der Academia Superior de Artes Escénicas de Bogotá in Kolumbien. Engagement bei der ecuadorianischen Theatergruppe Contraelviento Teatro. Einladungen zu internationalen Festivals in Argentinien, Perú, Kolumbien, Cuba, Dänemark und Österreich. Organisation von mehreren internationalen Theatertreffen und Festivals in Quito und Bogotá. Zahlreiche Kurse zur Entwicklung der Schauspieltechniken. 2011 Gründung von teatro zumbayllu in Österreich. Seit 13 Jahren intensive Teilnahme in Theaterlaboratorien in Bogotá, Quito, Holstebro, Wien und Maria Saal. Seit 2016 als Clown bei Rote Nasen Clowndoctors tätig.

MANFRED PLESSL hat Komposition und Violine am Konservatorium Klagenfurt und Kammermusik an der Escuela Superior de Música Reina Sofía Madrid bei Günter Pichler (Alban Berg Quartett) studiert. Über fünf Jahre lang war er als Bratschist beim Acies-Quartett engagiert und ist dort mit dem Gradus ad parnassum Preis 2006 und als „Künstler des Jahres 2007“ des österreichischen Rundfunksenders Ö1 ausgezeichnet worden. Seit über 15 Jahren arbeitet er als selbstständiger Komponist für Kino, Fernsehen, Werbung und Theater. Projekte, die Manfred Plessl vertont hat, sind sowohl Publikumserfolge als auch bei Kritikern geschätzt. Streif – One Hell of a Ride(2014) ist die meistbesuchte Kinodokumentation Österreichs. Mit What is Love(2014) wurde das Filmteam zur Berlinale eingeladen.

Yukie Koji (Japan), erhielt ihre Tanzausbildung an der Academie de danse Classique Princesse Grace in Monaco, Nagoya in Japan und in Zürich. Sie war am Saarländischen Staatstheater und Staatstheater Braunschweig in Deutschland engagiert. Seit 2005 ist sie als freischaffende Tänzerin und Choreografin tätig, unter anderem in der Tanz-Company Elio Gervasi (Wien), Mezzanine Theater (Graz), Daburu“T“ (Liechtenstein) und SteudlTenn (Zillertal). Sie ist auch zertifizierte Feldenkrais Therapeutin. Seit 2016 arbeitet sie auch als Kostümbildnerin im Waldviertler Hoftheater im Filmhof (Asparn an der Zaya) und bei den Wiener Sängerknaben.